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1. April 2021

- Club Q muss gerettet werden - Nächtliche Vandalen in Graz unterwegs - Zehn McDonald's-Filialen in Graz und Umgebung unter neuer Führung

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2 graz www.grazer.at 1. APRIL 2021 Der Club „Q“ muss gerettet werden! Seit gestern ist die Zahl positiver Tests noch weiter gesunken. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern weiter gesunken. Die Sieben-Tages- Inzidenz liegt nun bei 139,1 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 145,7) – 157,6 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 168,6. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Murau mit 315,9 – das niedrigste Bruck-Mürzzuschlag mit 113,5. Bisher sind 270 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona- Infektion gestorben, 231 in Graz-Umgebung. Maria Nehl, Klaus Weikhard, Franz u. Brigitte Strohmeier, Christian Gollob KK Osteraktion der Oberlandler ■ Großbauer Klaus Weikhard und Christian Gollob von den Oberlandlern überreichten heute Vormittag fünfzig Oster- Blumengestecke an die Senioren des Pflegeheims Adcura Feldkirchen – natürlich mit Abstand vor dem Altersheim. Den Grazer Traditions-Charityverein der Oberlandler gibt es seit 1883. Seither konnten unzählige karitative Projekte unterstützt werden. Die Türen zum „Q“ sind verschlossen. Mit Spenden will man jetzt das Wiederaufsperren ermöglichen. HLFERUF. Die Grazer Nachtszene liegt generell im Argen. Den Club „Q“ hat Corona besonders getroffen. Mit Hilfe von Spenden soll drohende Schließung verhindert werden. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Es gibt einige Bereiche, die fallen in der Pandemie, wenn es um Geld geht, um Kostenzuschüsse oder gar Umsatzrückerstattung, durch. Dazu gehören vor allem die vielen Nachtclubs. Etliche von ihnen kämpfen ums Überleben, wissen nicht mehr wie es weitergehen soll und vor allem, sie wissen nicht, wann sie überhaupt eine Chance bekommen wieder ihre aufzusperren. Einer dieser Clubs ist das „Q“ in der Luthergasse in Graz. Heute schon Kult und legendär. In den Anfangszeiten, in den frühen Achtzigern, eher misstraurisch beobachtet. Alternativ, langhaarig oder zumindest lässig musste man sein, wenn man am Türsteher vorbei ins Lokal wollte. Vor allem, wenn dieser Türsteher Werner „Meki“ Aldrian hieß. Viele Jahre lang war Meki das Gesicht des „Q“. Die Inhaber kannte man allesamt nicht so, aber jeder der nur einmal im „Q“ war, kannte Meki. In dieser Zeit mauserte sich der Club zur ersten Adresse in Graz, wenn es um Sachen Rockmusik in allen Variationen ging. Hier wurden Gothic-Fans Werner Meki Aldrian genauso glücklich wie Death- Metal- oder Metal-Fans generell. Die Musik passte, der Club war ok, die Stimmung super. So verbrachten viele Grazer viele Nächte in der Luthergasse. Wenn es zum Beispiel sein sollte, dass man voll von Rockmusik und einigen Bieren nicht mehr nach Hause fahren konnte, durfte man auch im „Q“ schlafen. Um nochmals auf Meki zurückzukommen. Wenn Meki, der auch Security-Chef bei den Konzerten der Neuen Zeit war, im Q im Dienst war, dann war alles easy. Keine Raufereien, keine Schreiereien. Meki brauchte sich nur neben die Problemgäste zu setzen, sein Blick allein reichte. Es passierte nichts. Wenn ich ins „Q“ ging, das war in den 80ern öfters der Fall, schaute ich immer ob Meki da war. Leider starb er viel zu früh. Das „Q“, übrigens ausgesprochen „ku“ und nicht wie manche meinen „kju“, war auch über die steirischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Mix an verschiedensten Rockstilen brachte auch Besucher aus Wien und anderen Bundesländern. Das Lokal galt immer schon als Schmelztegel der unterschiedlichsten Subkulturen, wie Punks, Metaller, Gruftis. : LEITOLD Dementsprechend weit gefasst waren auch die Musikstile, die einen in dem Club als Gast erwarteten. Die traditionelle Meinung, dass das Q ein reines Metal- bzw. Gothic-Lokal ist, gilt nur begrenzt. Das „Q“ ist seinem Stil auch in den 90ern und jetzt bis vor Corona treu geblieben. Als Besonderheit gab es auch immer wieder Live- Konzerte und die Bands kamen gerne nach Graz ins „Q“. Rettungsaktion Jetzt ist das Lokal in ernster Gefahr und steht vor dem Ende. Treue Stammgäste, Fans und Freunde wollen das verhindern und spenden für ihr Lokal. So sollen 10.000 Euro zusammenkommen, rund 4000 sind es schon. Ein Lokal wie das „Q“ darf man nicht schließen, das gehört bereits zu Graz dazu. So einen Club sollte sich die Stadt Graz doch leisten, vielleicht kommt Hilfe jetzt auch von dort. Eines der vielen Konzertplakate für die Live-Serien im Grazer „Q“. KK

1. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 Nächtliche Vandalen unterwegs SACHBESCHÄDIGUNG. Heute Nacht richteten unbekannte Täter eine Welle der Zerstörung an Bus- Wartehäuschen in Graz an. Die Vandalen beschädigten 20 bis 30 Haltestellen. Die Polizei ermittelt. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Eingeschlagene Scheiben, der Gehsteig voller Glassplitter – heute Morgen bot sich vielen Grazer Öffi-Fahrern ein erschreckendes Bild. Denn in der Nacht haben bislang unbekannte Täter zahlreiche Haltestellen im ganzen Grazer Stadtgebiet beschädigt. Auch in der Gemeinde Feldkirchen sollen mindestens vier Haltestellen zerstört worden sein. Im Bezirk Leibnitz gab es ebenfalls einen Vorfall. Zwischen 20 und 30 Wartehäuschen sind laut Holding Graz insgesamt betroffen. Für Holding-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler ist der nächtliche Vandalenakt in dieser Dimension einzigartig: „Der Täter hat eine Spur der Verwüstung von Norden nach Süden gezogen und die Infrastruktur an den Haltestellen mutwillig beschädigt. Insgesamt gibt es 350 Wartehäuschen in Graz, davon sind rund zehn Prozent betroffen. Die Schadenssumme kann derzeit noch nicht genau angegeben werden.“ Ermittlungen laufen Die Polizei ermittelt in dem Fall, derzeit sind die Täter noch unbekannt. Wie die verschiedenen Tatorte zusammenhängen, ist ebenfalls noch unklar. Einige der Scheiben dürften wohl mit einer CO 2 -Pistole eingeschossen worden sein. Zeugen der gestrigen Sachbeschädigungen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 059/133 65 94 100 bei der Polizeiinspektion Graz- Wienerstraße zu melden. Auch die Bushaltestelle Schrödingerstraße im Grazer Bezirk Lend war Ziel der nächtlichen Zerstörungswelle. Die Scheibe ist zertrümmert. FIRMA ANKÜNDER OSTERN FEIERN MIT VERANTWORTUNG • Vermeiden Sie Kontakte, feiern Sie Ostern im engsten Kreis. • Tragen Sie FFP2-Masken, um sich und ihre Nächsten zu schützen. • Halten Sie auch im Freien genügend Abstand zueinander. • Von 20–6 Uhr: Beachten Sie bitte die Ausgangsbeschränkungen. achtzigzehn/bezahlte Anzeige #zusammenhaltgraz graz.at/corona

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