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46 STEIRISCHER WHISKY.

46 STEIRISCHER WHISKY. David Gölles präsentiert seine Whiskys nicht nur bei der Grazer Whisky-Messe, sondern auch bei täglichen Führungen im letzten Herbst eröffneten „Ruotker‘s House of Whiskey, Gin & Rum“ nahe der Riegersburg. RAUCHIG UND TORFIG. Schottische Whiskys schmecken oft nach Rauch und in Mooren gewonnenem Torf. Aber auch mildere und fruchtigere Varianten sind beliebt und können bei der Messe verkostet werden. und Schlössern Schottland auch nicht unähnlich ist“ so Schulhofer. Ziel der Messe ist es, die Begeisterung weiter zu entfachen und durch Kostproben, Tastings und Seminare einen Einblick in diese Welt zu bieten. Corona bedingt ist alles etwas anders: „Wir werden darauf achten, den gebotenen Abstand einzuhalten und werden auch ein Einbahnsystem haben. Um größere Ansammlungen zu vermeiden, haben wir das Showprogramm auf der Bühne abgesagt, aber natürlich für guten Ersatz gesorgt. Die ,Original Luitascher Sackpfeifen‘ werden mit ihrer Dudelsack-Show für Stimmung sorgen.“ Tradition trifft Innovation Was der Steiermark lange gefehlt hat, war eine eigene professionelle Whisky-Produktion. Mittlerweile freut man sich bei der Whisky-Messe aber auf steirischen Whisky von der Marke Gölles. „Begonnen hat das schon 2003, da haben wir zum ersten Mal Getreide von unseren Feldern destilliert“, erinnert sich David Gölles, Juniorchef und Geschäftsführer der neuen Marke „Ruotkers“. Diese steht für neue Wege im Geschmack, denn im Vergleich zu einem Obstbrand gibt es Unterschiede: „Würden wir das Getreide wie Obst brennen, würde auch der Whiskey eher wie Obstler schmecken. Man muss sich da teilweise von der übersauberen Arbeitsweise, die für Obstbrände erforderlich ist, abwenden“, lacht Gölles. Whisky und die Steiermark scheinen jedenfalls einfach zusammenzupassen: „Unser Firmenname leitet sich von der Riegersburg her, die im Jahr 1138 erstmals unter dem

LANGE TRADITION In 100 Jahren hat sich bei der Firma Bauer auch das Firmengebäude stark verändert. Das Jubiläum wird am 8. Oktober gefeiert. Namen „Ruotkers purch“ urkundlich erwähnt wurde. Weil uns der Name als klingender, etwas kantiger Begriff immer schon gut gefallen hat, haben wir ihn als kleine Hommage an unsere Heimat als Namen für unseren Whiskey gewählt.“ Aktuell reifen laut Gölles Whiskeys aus acht verschiedenen Getreidetypen im Keller, auch mit etwa 20 verschiedenen Fässern wird experimentiert. 100 Jahre und kein bisschen müde Ebenfalls auf der Whisky-Messe mit von der Partie sein wird die Grazer Destillerie Franz Bauer, die hierzulande den Vertrieb der Islay-Whiskys organisiert und für ihre Schnäpse und Liköre international mehrfach prämiert wurde. Dabei steht für sie heuer noch ein größeres Highlight an: Am 8. Oktober feiert die Destillerie bereits ihr 100-jährige Bestehen. Was sich in dieser Zeit verändert hat? „Die Produktanforderungen und die Bedürfnisse der Konsumenten ändern sich stetig, es werden immer neue Trends gesetzt“, erzählt Firmeninhaber Hans-Werner Schlichte. Gleich geblieben ist der Anspruch der Qualität: Die beginnt bereits bei der Ernte der Früchte. „Wir verarbeiten jährlich über eine Million Kilogramm Obst, das wir – soweit möglich – aus Österreich beziehen. Jedes Destillat bekommt dann mindestens ein Jahr Zeit, um sich vollständig entwickeln zu können. Wir profitieren da vom guten Klima, den hervorragenden Produkten und der Arbeit unserer Bauern in der Steiermark“, freut sich Schlichte. Insider-Tipp WHISKY-PAPST HELMUT SCHULHOFER Das richtige Essen: Whisky muss man genießen, Whisky muss man leben. Meine Empfehlungen sind die Produkte der schottischen Insel Islay. Die neun dortigen Brennereien sind für den rauchigen und torfigen Geschmack ihrer Whiskys bekannt. Da gehört dann auch das richtige Essen dazu: Haggis passt zum schottischen, Irish Stew zum irischen und Sushi zum japanischen Whisky. Wasser statt Eis: Kenner verzichten beim Whisky auf Eis, denn das verwässert den Geschmack. Mein Tipp, wenn der Whisky etwas zu scharf oder alkohollastig sein sollte: Mit einer Pipette ein paar Tropfen Wasser hinzugeben – es entfalten sich völlig neue Aromen.

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