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Spielend Wandern in der

Spielend Wandern in der Natur: Das Kind in sich wiederentdecken Text: Fabian Kleindienst, Fotos: Tim Ertl, TVB Schladming/Christine Höflehner, TVB Schladming/ Reiteralm Bergbahnen Es gibt kaum etwas Schöneres, als einen traumhaften Herbsttag in der Natur zu verbringen. Dabei kann es durchaus lustig zugehen, wie die aktuelle Kampagne der Österreichischen Wanderdörfer zeigt: Die Natur in ihrer Vielfalt ist der ideale Spielplatz für Groß und Klein. Die Natur wieder richtig erleben Sind der Rucksack gepackt und die klobigen Wanderschuhe fest verschnürt, dann kann es los gehen. Los, um neue Erinnerungen zu schaffen, die einem in vielen Fällen ein Leben lang bleiben. Die gemeinsame Anstrengung, das Miteinander-Erleben – das schweißt zusammen und gehört nicht selten zu den glücklichsten Kindheitserinnerungen, an die man später allzugern zurückdenkt. Denn gerade als Kind ist der Geist voll unverbrauchter Fantasie, man hat die Lust am Spielen noch nicht verloren und findet in der Natur eine Fantastillion an Möglichkeiten um all dem freien Lauf zu lassen. Aus Boden wird schnell Lava, aus einem Bach ein reißender Fluss und aus dem Wald eine magische Welt, in der einfach alles passieren kann. Irgendwann scheint die Lust am Spiel dann mehr und mehr verloren zu gehen, auch wenn heuer vielfach die „Die Wiederentdeckung der Natur“ konstatiert wurde. Immer wieder las und hörte man im Zuge der Ausgangsbeschränkungen derartige Phrasen – und tatsächlich entdeckten viele Menschen die Wanderlust wieder für sich. Um diesen Trend zu nützen, haben die 47 Österreichischen Wanderregion sich heuer eine Kampagne überlegt: „Spielend Wandern. In der Natur. Mit der Natur“. Das Ziel: Auf die vielen Möglichkeiten zu verweisen, Freude und Spaß mit Spaziergängen und Wanderungen zu verbinden. Schöne Gedanken erwünscht Spielen und Wandern. Zwei so kurze Begriffe, die so viel aussagen. Zwei Worte, die eine ganze Reihe positiver Emotionen und Assoziationen mit

19 sich bringen: Spaß, Freude, Freiheit, Ursprünglichkeit – um nur einige zu nennen. Und welches Jahr wäre besser für ein zusätzliches Maß positiver Gefühle geeignet, als das heurige? Ein spielerisches Erleben der Natur scheint perfekt für schöne Herbsttage – und zwar für Groß und Klein. Denn es fördert nicht nur die Entwicklung von Kinder, sondern auch unmittelbar das Wohlbefinden von Erwachsenen. Psychologie, Pädagogik und Neurowissenschaften sind sich einig: Das spielerische Entdecken der Umwelt wirkt sich positiv auf Kreativität, Motorik und Psyche aus. Nicht umsonst rät auch die WHO zur Bewegung im Freien, denn laut aktueller Daten erreicht weniger als ein Drittel aller Kinder die diesbezügliche Empfehlung von mindestens 60 Minuten pro Tag. Größte Naturspiele-Sammlung Zu Sommerbeginn wurde im Zuge der Kampagne ein Buch mit der größten Naturspiele-Sammlung im gesamten deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Die gesammelten Naturspiele bringen einige erste Ideen, der Kreativität sind allerdings auch abseits davon keine Grenzen gesetzt. Denn zu jedem Naturplatz passen andere Spiele. Schon auf der kleinsten Wiese lässt sich Omas Lieblingsspiel „Hahn oder Henne“ spielen: Man suche wilde Gräser und schiebe deren Blüte nach oben, sodass ein kleines „Büscherl” entsteht. Steht kein Teil weiter heraus als die anderen, ist es eine „Henne”, ist es weiterhin struppig, ist es ein „Hahn“. Schnell Wetten abgeschlossen und sehen, wer das bessere Gespür hat. Bei Wanderungen durch den Wald lassen sich wiederum Zapfen oder Eicheln finden – wieso nicht eine schnelle Partie Wald-Boccia starten und sich im Zielwurf miteinander messen? Auch felsige Berglandschaften eignen sich für verschiedene Spiele – und zum Musizieren, denn jeder Stein erzeugt ein anderes Geräusch, gerade am Berg gibt es auch ein besonderes Echo. Am Wasser lässt sich aus Blättern ein Boot basteln, das man auch im kleinsten Bächlein auf Abenteuerreise schicken kann – mit etwas Fantasie sieht man vielleicht auch das tapfere Ankämfen eines winzigen Kapitäns gegen eine übermächtige Strömung. Passend zu den Vorschlägen bieten die Wanderregionen auch konkrete Naturspielplätze. In der Region Schladming beispielsweise am Themenweg „Stille Wasser“ auf der Reiteralm, wo man sich sich sogar auf einem Floß versuchen kann. Auch ansonsten ist hier einiges möglich, vom Lagerfeuer am Duisitzkarsee bis zum höchsten Spielplatz der Steiermark, dem Hopsiland Planai. Genaue Infos zur Kampagne und zu den Regionen gibt es auf der Website www.spielend-wandern.at AUF WALD UND WIESE Im hohen Gras stehen und sich an den Blüten erfreuen. Was für Allergiker nach einem Alptraum klingt, bietet auch einiges an Abwechslung. Pusteblumen und „Hahn oder Henne“ machen den Spaziergang zum spielerischen Erlebnis.

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