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24 Frühling am Teller:

24 Frühling am Teller: Mit Veilchen, Gänseblümchen, Flieder & Co Gerichte zaubern Text: Verena Leitold Kochen mit Blumen und Blüten ist in der Spitzenküche ein absoluter Trend. Und auch immer mehr Hobbyköche trauen sich an die Frühlingsboten auf dem ­Te l le r. ­Pflanzenexperte­Michael­Flechlweiß, worauf dabei zu achten ist. Es blüht uns ein richtiger Hype Mehr als 15.000 essbare Blüten gibt es weltweit. Gänseblümchen, Veilchen und Löwenzahn sind die bekanntesten - aber auch mit Flieder, Borretsch, Scheinakazie oder Drüsigem Springkraut kann man in der Küche einiges zaubern. Und das tun momentan vor allem die Haubenköche. In der Spitzengastronomie ist das Kochen mit Blumen und Blüten ein absoluter Hype. Im Alltag, zu Hause am Herd, ist dieser noch nicht ganz angekommen. Langsam trauen sich aber immer mehr, die Frühlings- und Sommerpflanzen­als­Zutaten­zu­verwenden. „Im Garten, im Wald und auf der Wiese wachsen richtige Gourmet-Zutaten“,­weiß­Pflanzenexperte­Michael­Flechl.­ In Graz ist er für seine botanischen Rundgänge und Kräuterwanderungen bekannt. „Man sollte die Blumen und Blüten nur sammeln, wenn man sich wirklich sicher ist, und­dafür­etwa­Pflanzenbestimmungsbücher­verwenden.­ Manche Blüten sind nämlich sehr giftig: etwa Herbstzeitlose,­Blauregen,­Rittersporn­oder­Pfingstrose.­Der­Eisenhut­ist­überhaupt­die­giftigste­Pflanze­in­Europa!“ DA HABEN WIR DEN SALAT Viele essbare Blüten der Saison eignen sich perfekt für einen frühlingshaft garnierten Salat. Veilchen Besonders schmackhaft ist das violette Duftveilchen - grundsätzlich kann man aber alle Veilchen-Arten essen. Der Geschmack ist sehr süß und intensiv. „Veilchen eignen­sich­wunderbar­als­Garnierung­von­Eis­oder­Eis-

Getty (2) Veilchen-Heidelbeer-Torte ZUTATEN 3 Eier, 100 g Mehl, 120 g Staubzucker, halbe Packung Backpulver, 3 Esslöffel Wasser 80 g gefrorene Heidelbeeren, 1 Becher Schlagobers, 250 g Topfen, 100 g Naturjoghurt, 70 g Staubzucker, 20 g Gelierzucker, 4 Blatt Gelatine, 1 Schuss Rum, 4 EL Veilchensirup, Veilchen zum Verzieren ZUBEREITUNG Eier für den Biskuitteig trennen. Dotter mit Wasser und Zucker in einer Schüssel sehr schaumig rühren. Eiweiß steifschlagen. Mehl mit dem Backpulver versieben und abwechselnd mit dem Eiweiß in die Dotter-Masse unterheben. In eine Tortenform gießen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 15 Minuten goldgelb backen. Heidelbeeren mit dem Gelierzucker und einem EL heißem Wasser in einem Topf erhitzen. 5 Minuten köcheln lassen, mehrmals umrühren. 2 EL Veilchensirup dazugeben und auskühlen lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Schlagobers steifschlagen. Topfen und Naturjoghurt mit dem Staubzucker verrühren und unter das Schlagobers heben. Gelatine ausdrücken und im erwärmten Rum auflösen. Gelatine zur Creme geben. 2 EL Veilchensirup am ausgekühlten Biskuitteig verteilen, Veilchen-Heidelbeer-Creme draufgeben und mit Heidelbeeren und Veilchen garnieren. palatschinken, aber auch von Torten und anderen Süßigkeiten. Toll ist es auch, sie einfach über einen Salat zu streuen“,­rät­Flechl. Gänseblümchen Gänseblümchen sind fast das ganze Jahr über verfügbar und werden am besten einfach zum Salat gemischt. Außerdem schmecken sie herrlich zu Gegrilltem - etwa in einer leichten Joghurtsauce. FRÜHLINGSGEFÜHLE Die fruchtige Veilchen-Heidelbeer-Torte macht Lust auf Frühling. Insider-Tipp MICHAEL FLECHL Auf Wiesen und im Wald sammeln Wer keine geeigneten Blumen und Blüten bei sich im Garten hat, kann diese auch auf Wiesen oder im Wald sammeln. Man sollte allerdings darauf achten, dass diese Wiesen halbwegs unberührt sind und nicht etwa auch als Hundewiesen verwendet werden. Auch an stark befahrenen Straßen ist es nicht besonders ratsam. Wegränder und Wanderwege eignen sich besonders gut. Vor dem Verzehr sollten die gesammelten Blumen oder Kräuter aber so oder so gründlich gewaschen werden. Das oberirdische Sammeln von Pflanzen ist wie auch bei Pilzen in kleineren Mengen im Wald erlaubt, wenn es vom Besitzer nicht ausdrücklich verboten ist. Graben darf man allerdings nicht. Am besten verwendet man eine Schere oder ein Messer, damit die Pflanzen durch Auszupfen nicht unnötig beschädigt werden. KK

2021